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Ferienclub Eichenhof, Zell am See: rund 40 Mitglieder ticken anders
Was für ein Jammerspiel: im April legte der Vorstand den Mitgliedern in einer Versammlung auf Grund eines eingehenden Gutachtens über die Wirtschaftlichkeit des Vereins deutlich auseinander, dass der Verein ohne zeitgemäße Anpassung der Beiträge nicht überlebensfähig ist. Jahrelang urlaubten die Verbraucher für - umgerechnet rund 10 Euro pro Person und Tag (4-Personen-Apartment) und das nur, weil die Liegenschaftseigentümerin und deren geschäftsführender Gesellschafter Jahr für Jahr Geld zum Überleben zuschoss.
Ein Aufheulen! Schließung der Deckungslücke bedeutet Verdoppelung des Beitrags, was den ganz normalen Gegebenheiten in gleichwertigen Time-Sharing-Clubs in Österreich mit einer zeitgemäßen und wirtschaftlich erforderlichen Anpassung entspricht.
Was hat es da MONDI-Chef Leonhard Dörr gut gehabt: in einigen seiner Ferienclubs gab es 2005 durch Nichtzahler und Mitgliederschwund auch Deckungslücken, sogar weit größere als beim Eichenhof. Aber gemeinsam haben die MONDI-Mitglieder angepackt. Durch Sonderzahlungen haben sie sogar ihre Clubs verschönert und ausgebaut: z.B. die Wellness-Oase im Grundlsee.
Beim Eichenhof ticken die Mitglieder ganz offensichtlich anders: Wer die Mitgliederversammlung am 02.09.2009 miterlebt hat, kam sich vor wie in der sibirischen Taiga: Wölfe mit triefenden Lefzen und gefletschten Zähnen rotteten sich zusammen. Im Rudel fühlt man sich stark!
So auch auf der Mitgliederversammlung, die lediglich die Auflösung des Vereins als Tagesordnungspunkt hatte und zwar mit Recht:
Der Verein und seine Mitglieder blockieren eine vernünftige Auslastung im touristischen Segment, weil die festen, den Mitgliedern „gehörenden“ Wochen in allen unterschiedlichen Apartments den Käse durchlöchern und einen Reiseveranstalter, der durchgehend mehrere Apartments gesichert anmieten möchte, abschrecken.
Der Vorstand sicherte durch die Liegenschaftseigentümerin den Mitgliedern sogar zu, dass sie auch weiterhin zu wirtschaftlich-tatsächlichen Kosten ihren Urlaub im Eichenhof machen können. Aber von Tollwut gezeichnete Wölfe sind in der sibirischen Taiga eben nicht von tierischer Vernunft gesteuert. Die Idee des flexiblen Urlaubssystems, die der Vorstand durch Berater Dr. Hajo Gekeler vortragen lassen wollte, kam gar nicht mehr zur Erläuterung.
Geschürt von überall da, wo Time-Sharing-Clubs Zeit-normale Finanz-Probleme haben, auftauchenden „Beratern“ (so zum Beispiel bei Mariposa del Sol auf Gran Canaria, Club Ambassador auf Teneriffa….), die nicht sachlich sondern persönlich vorteilhaft agieren, wurde die eigentlich von der überragenden Rechtsanwältin Claudia Fitzal aus Zell am See geleitete Mitgliederversammlung zum Chaos. Vernunft lässt sich eben nicht kaufen, die hat man oder nicht.
Ausgerechnet Vereinsobmann Dwayne Hill, der jahrelang für einen genüsslich billigen Urlaub privates Geld zugeschossen hat, und einem Vizeobmann Franz Freissle, der sich nicht einen Kilometer, ein Telefonat oder eine für den Verein und seine Mitglieder geopferte Stunde hat vergüten lassen, warfen die außer Rand und Band geratenen Mitglieder vor, Geld sei abhanden gekommen (vorsichtig ausgedrückt).
Anstatt Schulterschluss zu zeigen, um im schönen Eichenhof auch weiter seinen Urlaub verbringen zu können (wie von Dwayne Hill zugesichert), steuert der Verein nun auf eine Insolvenz zu. Man kann keinen Hotelbetrieb aufrechterhalten, ohne seine Finanzierung zu sichern.
Was für eine dumme, auch noch von einem Außenstehenden (mit eigenen persönlichen Interessen?) inszenierte Götterdämmerung über dem schönen Zeller See!
Aber die Geschichte lehrt: die Revolution frisst ihre Kinder!
09/09
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